SdV-Straf-Rechtsschutz

Schadenbeispiele für Vermittler von Versicherungen und sonstigen Finanzdienstleistungen

Zwei Punkte machen die Spezial-Straf-Rechtsschutzversicherung besonders interessant bzw. notwendig:

Erst die Einleitung des Ermittlungsverfahrens löst den Versicherungsfall aus. Die Ursache kann also weit in der Vergangenheit liegen, in der noch gar keine Absicherung existierte. Trotzdem besteht dann Versicherungsschutz.
 
Auch wenn es zu einer Einstellung des Ermittlungsverfahrens kommt, muss der Beschuldigte die Kosten seines Verteidigers selbst tragen. Die nachstehenden sechs Schadenbeispiele machen deutlich, wie wichtig dieser Versicherungsschutz für Sie ist.

  1. Vorwurf der Verletzung von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen mit Beschluss zur Durchsuchung von Person, Wohn- und Geschäftsräumen und Fahrzeugen.

    Nach Wechsel aus der Ausschließlichkeit in die Maklertätigkeit wurde aufgrund Anzeige des Versicherers durch die Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren eingeleitet. Es wurde von dem ehemaligen Versicherer behauptet, das der Makler Unterlagen, die aus den Datenbeständen des Versicherers stammen (vor allem Kundenlisten, Vertragsunterlagen, Adresslisten) für seine Maklertätigkeit genutzt hat. Die Erledigung erfolgte durch einen rechtskräftigen Strafbefehl. (D. h. der Makler wurde rechtskräftig verurteilt. Aufgrund der Erledigung durch Strafbefehl trägt aber in diesem Fall die Kosten  sein Spezial-Strafrechtsschutz! Die Kosten in Höhe von € 3.500,-  musste der Makler insofern nicht selbst tragen.

  2. Vorwurf der Urkundenfälschung § 267 StGB

    Gegen den Makler wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Fälschung  von schriftlichen Erklärungen durch den Makler an einen Versicherer eingeleitet (Makler soll im Namen des Kunden schriftliche Erklärungen an den Versicherer verfasst haben und hierbei diese mit dem Namenszug bzw. der Unterschrift des Kunden versehen haben). Nach umfassenden Ermittlungen und einem Schriftgutachten wurde das Strafverfahren gem. § 170 Abs. 2 StPO eingestellt. Die Kosten muss der Makler aber bei dieser Einstellung selbst tragen. Diese belaufen sich auf rund € 4.800,- und wurden von der Spezial-Straf-Rechtsschutzversicherung übernommen. 

  3. Vorwurf der Steuerhinterziehung

    Das Finanzamt moniert beim Makler die fehlende Steuererklärung. Trotz mehrfacher Anmahnung durch das Finanzamt wird diese nicht abgegeben. Daraufhin veranlasst das Finanzamt die Einleitung eines Steuer-Strafverfahrens wegen Steuerhinterziehung. In einem konkreten Fall beliefen sich die Rechtskosten auf  EUR 2.100, die der Makler dank seiner Spezial-Strafrechtsschutz nicht selbst tragen musste.

  4. Vorwurf der Beihilfe zum versuchten Versicherungsmissbrauch §§ 265, 27 StGB

    Der Versicherungsnehmer ruft bei seinem Makler an und teilt ihm mit, dass sein Auto über Nacht geklaut worden sei. Die Polizei sei auch schon informiert. Gutgläubig gibt der Makler die nötigen Informationen an die Teilkaskoversicherung weiter. Aufgrund der polizeilichen Ermittlungen stellt sich heraus, dass der Versicherungsnehmer den Diebstahl nur vorgetäuscht hat, um für das Fahrzeug, das er zuvor versehentlich selbst zu Schrott gefahren hat, „noch etwas zu bekommen“.

    Der Makler fällt aus allen Wolken als auch er eine Strafanzeige wegen Beihilfe zum versuchten Versicherungsmissbrauch bekommt. Ihm wird unterstellt, von dem „Unfall“ gewusst zu haben, da er nach dem „Unfall“, aber vor der Diebstahlmeldung, ein Beratungsgespräch mit diesem Versicherungsnehmer geführt hat. Der Vorwurf kann im Ermittlungsverfahren nicht entkräftet werden, es kommt zur Hauptverhandlung mit Zeugenvernehmung. Dort wird dann doch noch ein Freispruch erreicht. Die Rechtsanwaltskosten belaufen sich auf fast € 6.600,-. Leider bedeutet der Freispruch nicht, dass die Staatskasse auch für eine Honorarvereinbarung mit dem Rechtsanwalt aufkommt. Diese Kosten übernimmt seine Spezial-Straf-Rechtsschutzversicherung für ihn.

    Ohne diesen Versicherungsschutz wäre der Makler auf einem Großteil der Kosten trotz Freispruchs sitzen geblieben.

  5. Vorwurf der Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes § 201 StGB

    Der Makler erhält einen Anruf vom Kunden, der mitteilt,  er hätte gerne aufgrund einer Änderung seiner persönlichen Lebensumstände seinen bereits bestehenden Versicherungsvertrag angepasst. Um sicherzustellen, dass er auch später beim Ausfüllen des Antrags noch alle Angaben bereit hat, zeichnet der Makler das Telefonat auf, ohne den Versicherungsnehmer darauf hinzuweisen. Die verärgerte Praktikantin des Maklers bekommt dies mit und verleitet den Versicherungsnehmer zu einer Anzeige. Das Aufzeichnen des Gesprächs ohne Zustimmung des Gesprächspartners ist ein strafbares Vergehen gem. § 201 StGB (Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes). Der Anwalt kann erreichen, dass das Verfahren nach § 153a StPO gegen Zahlung eines geringen Geldbetrages eingestellt wird. Die Anwaltskosten belaufen sich auf  fast € 2.000 ,-. Die Kosten werden von der Spezial-Straf-Rechtsschutzversicherung übernommen.

  6. Vorwurf des Betruges § 263 StGB
    Auf den Namen und auf Kosten des Kunden  wurden bei verschiedenen Onlinehändlern Bestellungen getätigt. Der Kunde verdächtigt den erst kürzlich beauftragten Makler, dem er im Zuge der Betreuung wichtige Daten überlassen hat. Der Kunde erstattet Anzeige gegen den Makler. Nach zähen und langwierigen Ermittlungen wurde das Strafverfahren gem. § 170 Abs. 2 StPO eingestellt. Die Kosten in Höhe von € 2.500,- muss der Makler selbst tragen. Diese werden von der Spezial-Straf-Rechtsschutzversicherung übernommen.

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